Ein Faustschlag in’s Gesicht

Also ich muss hier mal wieder etwas Dampf loswerden

Wenn die Banken hart verdientes Geld absichtlich in den Sand setzen und andere dafür büssen müssen, dann finde ich das ungerecht. Wenn aber die genau gleichen Leute, die die Banken verteidigen, einer 30% arbeitenden Mutter (mit 2 Kindern), die trotz der Arbeit zum Bezug von Sozialhilfe gemacht wird, in’s Gesicht sagen dürfen, die Sozialhilfe verpuffe und untersütze “Sozialschmarozer” dann muss das wie ein Faustschlag aufs Auge jedes Sozialhilfeempfängers sein, der eigentlich arbeiten MÖCHTE. Mann kann diesen vollständig unfähigen (dafür aber gut angezogenen) Leuten sogar noch eine Person vorsetzen, die seit 8 Jahren Bewerbungen schreibt und gelegentlich arbeiten kann und die sagen dann immer noch, Sozialhilfe muss gekürzt werden, weil Sozialhilfeempfänger zu faul sind. Bitte bitte verschont mich von SVP-Parolen, die 20Minuten, Blick oder was es noch für volksverblödende Medien gibt, vertreiben. Es gibt keine Sozialschmarozer aber es gibt Firmen, die nicht Geld horten, sondern, entgegen ihrem Namen, vernichten! Das war eine Abklenkung und es gibt jetzt wieder, und es wird sie immer geben! Wie ein Taschendieb rempeln uns diese Leute zwar an und wir denken nach einem “Entschuldigung”, sie haben’s gar nicht absichtlich gemacht. Dies erweist sich aber nach einem Griff nach hinten rechts als Trugschluss.

Die Menschen aus der Politik, die öffentlich für Sozialhilfepolitik zu ihrer Meinung beigezogen werden, sind der Meinung, dass z.B. Unternehmer aktiv angegangen werden sollten, ob sie nicht vielleicht Lust hätten, einen Sozialhilfeempfänger einzustellen. Meist zahlt da noch die Sozialhilfe mit. Die Sozialhilfe sollte aber das Geld ausgeben können, um die Sozialhilfeempfänger wieder eingliedern zu können, was sie aber wegen mangelnden Ressourcen bekannterweise schon lange nicht mehr kann. Also wie perfid ist sowas denn? Passt aber ziemlich gut zu dem, was Sozialhilfeempfängern gesagt wird. Nämlich: Du musst zwar Arbeiten, aber davon Leben kannst Du wahrscheinlich nicht.

Quelle

Der Club vom 05.01.2010 zum Thema: “Arm in der reichen Schweiz – Ein Luxusproblem?” (Eine Sendung von sf. Ist auf www.sf.tv als Podcast downloadbar)

Wann begreift die Schweiz, dass sie ein Einwanderungsland ist?

WOZ vom 15.April 2010. Interview mit Mark Terkessidis (Psychologe und Autor aus Berlin) der das Buch “Interkultur” (erschienen im Suhrkamp Verlag. Berlin 2010. 2020 Seiten. Fr. 22.50) geschrieben hat.

Einige wichtige Punkte aus dem Interview hier zusammengefasst.

Integration – ein alter Zopf

Das Intergrationskonzept ist aus den siebziger Jahren. Die Probleme sind nicht die Gleichen mehr. Herr Terkessidis listet die folgenden auf:

  • mangelnde Sprachbeherschung
  • patriarchale Familienverhältnisse
  • parallgesellschaftliche Strukturen

Das eigentliche Problem ist viel mehr die Vorstellung, es gäbe “eine Gruppe in der Gesellschaft – “Personen mit Migrationshintergrund” – die bestimmte Defizite aufweisen. Dabei ist es so, dass diese Gruppe dieses Defizit aufzuarbeiten hat, weil es eine bestimmte Norm gibt, die jeder hier lebende Mensch erreichen muss. Dies Norm ist deutsch, schweizerisch, wie auch immer. Das Problem ist aber, dass die Ausländer in den deutschen Städten in der Mehrheit sind. D.h. es gibt keine Norm mehr!

Aus meiner Sicht ist dies genau der richtige Denkansatz. Diese Denkweise ist auch viel realitätsnäher als es die 57% (Ja-Anteil an der Minarettabstimmung) rassistischen SchweizerInnen je sein können.

neue Velotour = neue Bilder

Gestern, den 28.3.2010 habe ich erneut eine kleine Velotour über 1 Stunde gemacht. Die Route führte mich von  Bern über Köniz nach Thörishaus und Neuenegg. Dort nahm ich den Aufstieg Richtung Landstuhl und fuhr von Niederwangen über Bümpliz zurück nach Bern.

Wer gerne Velo fährt, sollte dies auch ab und zu bei 10°C und 14 km/h Gegenwind (!) tun. Es tut ungemein gut, die sanften Elemente der Natur zu spüren und dabei seinem Hobby zu fröhnen. Es kostete mich zwar Mühe, überhaupt aufs Velo zu steigen, aber als ich in Fahrt war machte es umso mehr Spass.

Bei einem kurzen Blick Richtung Süd-Westen, auf der Höhe von Neuenegg, bei Landstuhl, ist mir aufgefallen, dass ich wieder einmal Gold-richtig lag mit der Richtung, die ich eingeschlagen habe. Schwarzenburg war ziemlich weiss und laut Wetterbericht hat’s dort auch mehr geregnet als Rund um Bern.

Den Blick habe ich festgehalten. Die zwei Bilder die ich dort oben gemacht habe sind auch in der Zenphoto-Gallerie oder hier, zum direkt einsehen.

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Veloroute vom 24.3.2010 (Bern, Schüpfen, Meikirch)


Bike route 421209 – powered by Bikemap 

Da es ein wunderschöner Frühlingstag war, habe ich einige Fotos gemacht. Drei davon habe ich auch in die Zenphoto-Gallerie geladen. Zeige diese Bilder aber auch direkt hier im Post

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Teilnahme an der Demo Schwarzes Schaf war richtig

Das städtische Kundgebungsreglement darf Demonstrationsumzüge nicht grundsätzlich verbieten. Das sollte jedem/jeder klar sein. Doch nach Kundgebungen wie diese am 6. Oktober 2007 stattfanden, ist die Stimmung aufgeheizt. Personen, die die Situation nicht sachlich betrachten können, sollten sich überlegen, ob sie etwas zu diesem Thema sagen sollten. Denn die meisten lagen falsch, wie jetzt das Verwaltungsgericht entschieden hat.

Zum Zeitungsbericht vom Bund geht es hier

Sehen Sie einige Bilder vom Schauplatz der Demonstrationen.

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